Der nächste wichtige Schritt zum Social Business - Oracle kauft Vitrue

Beobachtet man die aktuellen Entwicklungen könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass Oracle seine Übernahmestrategie in den letzten 12 Monaten vollständig auf unsere Enterprise Social Networking - Lösungen abgestimmt hat. Fakt ist aber, dass Oracle innerhalb kurzer Zeit durch verschiedene Übernahmen im Cloud- und Social Business Umfeld vom Nachzügler zum Branchenprimus avanciert ist. Mit der gestern bekannt gegebenen Übernahme von Vitrue kommt Oracle auf Augenhöhe mit dem Erzrivalen Salesforce und sorgt für eine neue Rollenverteilung im Social Business Markt.

Oracle Speed: In 12 Monaten zum vollständigen Social-Business Stack

Angefangen hat die Einkaufstour des Larry E.  mit der Übernahme von OnTrack im Oktober 2011. Aus On Track wurde das Oracle Social Network, welches durch die interne Kommunikation im Stile sozialer Netzwerke bereits als erster Fingerzeig in Richtung Social Business zu deuten war.

Doch bis zur End-to-End Social Business Lösung, die sowohl den Sales - Channel in soziale Netze integriert, vollumfängliche CRM-Funktionalitäten bietet und am Ende des Prozesses auch Support über Social-Media erlaubt, war es Ende 2011 noch ein weiter Weg.

Mit der Übernahme von Fatwire, welche mittlerweile vollständig in Oracle Web Center Sites integriert ist, war mit einem Schlag auch ein Produkt zum komfortablen Customer Experience Management ein Teil der Oracle-Familie. In Kombination mit den von ATG übernommenen E-Commerce Lösungen können vom umfangreichen Shop bis hin zum dynamischen Kundenportal alle Dienste und Funktionen mit Oracle-Produkten abgebildet werden.

Ein weiterer Paukenschlag wurde mit dem Kauf von Right Now im November vollzogen. Durch die Integration des Right Now Portfolios kann Oracle mit einem Schlag Web-Experience Management und vor allem Kundensupport in der Cloud anbieten. Noch dazu bindet Right Now mit Engage auch Facebook und Twitter als Support Kanal ein. Als Plattform für den gesamten Cloud-Stack dient dabei zukünftig dieOracle Public Cloud. Im Rahmen der Public Cloud-Dienstleistungen wird auch die neue CRM-AnwendungFusion CRM als Software-as-a-Service angeboten.

Der nächste “Angriff” wurde dann gestern bekannt gegeben: Mit der Übernahme von Vitrue kann auch der gesamte Bereich des Content Managements in sozialen Netzen und das dabei essentielle Social Media Monitoring abgebildet werden. Diese wichtigen Bereiche waren eine eklatante Lücke im Cloud-Portfolio und werden nun konsequent geschlossen.

Der Kreis schließt sich, Social Business mit Oracle ist nicht nur möglich, sondern wird zur wichtigen und tragenden Säule bei Oracle. Mit Fusion CRM steht zudem ein neues und innovatives CRM System zur Verfügung, welches in Zukunft als Schaltzentrale für alle Information rund um den Kunden dienen wird.

cloud-stack

Oracle auf dem Weg zum Social Business Leadership?

Auch wenn SAP mit der kürzlich verkündeten Übernahme von Ariba einen namhaften Cloud-Anbieter übernommen hat, sind die Lösungen und Applikationen bei Ariba eher im Umfeld der klassischen Unternehmensanwendungen angesiedelt und bieten Funktionen wie zum Beispiel Auftragsmanagement oder Finanzverwaltung. Bei innovativen Social CRM - Lösungen hat SAP nicht viel zu bieten und man gewinnt den Eindruck, dass Oracle mit seinem Tempo SAP überrollt. Doch auch Salesforce, die bisher mit den Sales- und Service Cloud Anwendungen und dem eigenen Enterprise Social Networking Tool Chatter als einer der Marktführer für Social CRM Lösungen galten, verlieren stetig an Vorsprung.

Social Business Transformation meets Oracle

Als esentri vor fast genau einem Jahr die ersten Lösungen zur Integration sozialer Netzwerke in Oracle-Applikationen konzipierte, standen wir in einer Zwickmühle: Unsere Fokussierung war eindeutig auf den Oracle-Produktstack ausgerichtet, aber im Bereich Social CRM waren nur erste Prototypen von Fusion CRM zu sehen. Die Integration sozialer Netzwerke, Dienste zum Social Media Monitoring oder Support - Lösungen für Customer Care in Facebook oder Twitter waren bei Oracle nicht zu finden. Kaum ein Jahr später und wir können unsere Konzepte komplett auf Basis der neuen Oracle Technologien abbilden! Somit zeigt sich, dass die bisherige Strategie und die dazugehörigen Social-Business Konzepte genau den Nerv der Zeit treffen und esentri sich als Oracle-Cloud und Social Business- Experte als Pionier im Oracle Umfeld bewegt.

Whats next?

In Kürze stellen wir die Funktionen von Vitrue im Detail vor und zeigen zudem in einem ersten Konzept, wie ein ganzheitliches Social Business - Konzept mit Oracle Cloud - Applikationen in Zukunft aussehen kann. Wir sind gespannt, freuen uns auf die neuen Produkte innerhalb der Oracle Familie und werden bald weitere Informationen bereitstellen. Für alle Neugierigen anbei die Links für weitere Informationen.

Linkliste:

Das Oracle Social Network und die Oracle Public Cloud

Web Experience Management mit WebCenter Sites

E-Commerce mit ATG-Commerce Lösungen

Mehr zu Fusion CRM gibt es bei ec4u, den Experten für Fusion CRM-Systeme

Cloud-Experience und Customer Support Services mit Right Now

Alles zu Vitrue auf der Unternehmenswebsite

Serie - Teil 3 - Der Unterschied zwischen öffentlichen sozialen Netzwerken und Enterprise Social Networks

Nachdem wir im letzten Teil unserer Serie auf die Definition von Enterprise Social Networks näher eingegangen sind, bleibt noch eine elementare Frage offen: Wo liegen die grundsätzlichen Unterschiede zwischen geschlossenen Enterprise Social Networks und öffentlichen sozialen Netzwerken wie XING, LinkedIn oder Facebook?

Facebook oder XING oder Google+ innerhalb des Unternehmens nutzen

In den Weiten des Netzes wird auch immer wieder die Nutzung von öffentlichen sozialen Netzwerken für firmeninterne Zwecke diskutiert. Ob es nun geschlossene Gruppen innerhalb der Plattformen sind oder ob man statt einer Telefonkonferenz vielleicht auch einen Google “Hangout” nutzen sollte ist sicherlich eine spannende Frage. Um erste Erfahrungen mit der Funktionsweise und dem Umgang mit sozialer Kommunikation für interne Zwecke zu sammeln, können solche Überlegungen ein erster Schritt sein. In Summe bieten aber Enterprise Social Networks natürlich wesentlich mehr.

Relevanten Geschäftsobjekte im Enterprise Social Network

Grundlegendes Ziel eines sozialen Netzwerks ist es immer, die für einzelne Personen relevanten Informationen über den sogeannten “Activity Stream” anzuzeigen und somit eine zentrale Informationsplattform zu schaffen. Während sich dabei in öffentlichen Netzwerken alles um Marken, Orte oder persönliche Statusmeldungen von Kontakten dreht, gehen die Objekte in Enterprise Social Networks weit darüber hinaus. Denn der Activity Stream bildet vor allem relevante Geschäftsobjekte ab,  wie zum Beispiel Dokumente, Auswertungen oder Anpassungen an relevanten Leads oder Kundenaufträgen. Erst durch die Integration der sogenannten “Business Objects” wird das Enterprise Social Network zur zentralen Unternehmensplattform.

Wie entstehen Netzwerke?

Während der Kontaktkreis in öffentlichen Netzwerken oft auf Grund persönlicher Kontakte wächst, nicht umsonst wird Xing gerne als die moderne Visitenkartensammelstelle bezeichnet, findet die Vernetzung im Unternehmen auf Grund anderer Vorraussetzungen statt, denn im Prinzip ist jedes Unternehmen von Grund auf ein soziales Netzwerk, was im übrigen auch schon lange vor dem Einzug der Enterprise Social Networks galt. Die Zuordnung von Kontakten findet dabei auf Grund gemeinsamer Projekte oder vorgegebener Abteilungen statt. Als zusätzlicher Aspekt kommt das Vernetzen von Experten als zusätzlicher Effekt zum Tragen. Dabei ist Expertise und Wissen innerhalb von sozialen Unternehmensnetzwerken leichter zu finden und kann  bei relevanten Fragestellungen schneller eingebunden werden.

Ich sehe was, dass du nicht siehst!

Sind die Zugriffsrechte in öffentlichen sozialen Netzwerken durch die einzelnen Benutzer selbst  zu definieren, ist die Verwaltung der Berechtigungen in Enterprise Social Networks zentralisiert. Dabei muss es möglich sein, grundlegende Berechtigungen durch eine zentrale Administration zu vergeben. Eine weitere Grundvorraussetzung ist die Vorgabe einer Basisstruktur durch einen oder mehrere Administratoren, damit nicht ein unübersichtlicher “Dschungel” an Arbeitsbereichen entsteht, der für die Mitarbeiter nicht mehr zu durchschauen ist und somit auch die Akzeptanz des Enterprise Social Networks zerstört.

Die oben genannten Punkte gelten als Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Enterprise Social Networks und öffentlichen sozialen Netzwerken. Doch was sind eigentlich die grundlegenden Ziele beim Einsatz von Enterprise Social Networks? Diese Frage beantworten wir im nächsten Teil der Serie!

Review der Cloudzone 2012

Vergangene Woche stand die Karlsruher Messe ganz im Zeichen der IT-Wolke: die Cloudzone 2012. Für uns eine gute Gelegenheit die kommende Version unserer pro-Variante von Social PM dem interessierten Fachpublikum vorzustellen.

Zwei interessante Messetage liegen hinter uns und damit viele Gelegenheiten Social PM pro als Betaversion einer gemischtenBesuchergruppe aus Entscheidern, IT-Integratoren und Investoren zu präsentieren. Die Resonanz war äußert positiv, besonders die benutzerfreundliche Oberfläche und die neu integrierte Dokumentenverwaltung kamen bei den Besuchern gut an.

Abgerundet wurde unser Messeauftritt durch unseren sehr gut besuchten Vortrag auf dem Marktplatz der Ideen zum Thema “Social Business Transformation - warum die E-Mail der Brief des 21. Jahrhunderts ist”. Dieser fand im Publikum breiten Anklang und auch die Diskussionen im Anschluss zeigten, dass esentri mit der Kombination aus Beratung für Social Business Transformation und dem Produkt Social PM eine Vorreiterrolle einnimmt.

Cloud Computing im Trend

Das Feedback zu den Live-Demos und die Gespräche am Stand machten deutlich, dass der Trend zum Einsatz von SaaS-Produkten bei KMUs signifikant steigt. Immer mehr Unternehmen und Fachabteilungen möchten ihre IT-Ressourcen künftig aus dem Internet beziehen. Kosteneinsparungen, vorallem hinsichtlich dem Wegfall einer eigenen IT-Infrastruktur, völlige Flexibilität und Mobilität beim Zugriff sowie das “Pay per Use”-Prinzip sind dabei die wesentlichen Vorteile. Allerdings war in den Gesprächen auch klar erkennbar, dass vereinzelt hinsichtlich der Datensicherheit noch ein wenig Überzeugungsarbeit zu leisten ist.

Der Zuwachs der Aussteller um 50% auf der badischen Fachmesse zeigt auch auf Anbieterseite die Relevanz, die das Thema Cloud Computing für den deutschen Mittelstand zwischenzeitlich hat. Wir sind stolz darauf, dass wir als Lokalisten bereits das zweite Mal Flagge zeigen konnten und sind gerne auch 2013 wieder mit dabei.